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26.09.2012


Allianz: Kampf gegen Eurokrise heizt Inflation nicht an
Währungsunion Chefvolkswirt Heise rechnet mit schrumpfender Wirtschaft in Europa / Güterpreise "steigen nicht rasant"

Wiesbaden. Die Bekämpfung der Eurokrise wird nach Ansicht des Chefvolkswirts der Allianz-Gruppe, Professor Michael Heise, die Infaltion nicht anheizen. "Die Notenbanken fluten zwar derzeit die Finanzmärkte mit Geld, aber wir haben trotzdem keine Inflationsprognose, die Sorgen bereitet", betonte Heise auf einer Veranstaltung des Bankhauses Schilling in Wiesbaden. Die Erzeugerpreise der Industrie stiegen ebenso wenig rasant wie die Güterpreise. Wenn die Konjunktur wieder anspringe, könnten die Notenbanken mit Zinserhöhungen gegensteuern. In diesem Jahr rechnet die Allianz Versicherungsgruppe mit einem Negativwachstum von 0,3 Prozent im Euro-Rahm. In Deutschland werde die Wirtschaft 2012 schätzungsweise um 0,8 Prozent zulegen.

Ein Auseinanderbrechen der Währungsunion würde für Deutschland erhebliche Wohlstandsverluste bringen, ist sich Heise sicher. Die Aufwertung nach einer Rückkehr zur D-Mark würde den Export einbrechen lassen. Zudem wäre das Ende des Euros mit einer Renationalisierung der Finanzmärkte verbunden. Der Einfluss Europas gegenüber Asien würde schwinden.

Die Euro-Krise bietet nach Heises Einschätzung die Chance, die notwendige Integration Europas voranzutreiben. Dazu gehöre ein EU-Finanzkommissar, der bei einer expansiven Schuldenpolitik in die Haushalte der Mitgliedsländer eingreifen könnte. Auch die geplante Bankenaufsicht für die grenzüberschreitend tätigen Institute sei ein Schritt in die richtige Richtung. "Uns muss gelingen, mehr Entscheidungen auf die europäische Ebene zu verlagern", sagte Heise. Denn der Zahlmeister Deutschland könne seine Rolle als Schulmeister Europas nicht durchhalten. "Europa wird sich zusammenraufen."

"Ruhe bewahren, keine Hektik", gab Dr. Hubert-Ralph Schmitt, Alleinaktionär des Bankhauses Schilling, als Ziel der Vermögensanlage aus. Wenn die Gier der Kunden und der Banken nicht überhandnehme, brauche niemand Angst vor der Zukunft zu haben. Das Bankhaus Schilling kommt mit rund 300 Mitarbeitern in 15 Filialen in fünf Bundesländern auf eine Bilanzsumme von 1,2 Milliarden Euro. Die Filiale Wiesbaden, die seit fünf Jahren vor Ort vertreten ist, hat sich auf Private Banking und Vermögensverwaltung spezialisiert.

Bericht: Karl Schlieker




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